Energie-Vampire: Gibt es die?

Dieser Beitrag gehört zum Themenbereich "Glückliche Partnerschaft"


Energie-Vampire: Eine energetische Analyse, was da genau passiert und warum Du Dich schlapp fühlst, nach einem Gespräch.


Kurzversion für Schnellleser:

Menschliche Energie-Vampire:  Gibt es die?

Du fühlst Dich nach einem Gespräch mit einem anderen Menschen schlapp und ausgesaugt.

Was ist dann passiert?

War das ein Vampir, der Dir Deine Energie ausgesaugt hat?

Grundsätzlich halten wir die Bezeichnung Energie-Vampir für überzogen. Wir haben im Web Beiträge dazu gefunden, fanden die Wortschöpfung witzig und dachten uns, dass wir mal beleuchten könnten, was da wirklich passiert.

Eins vorweg: Angst zu haben braucht da niemand.

Die energetische Analyse

Es gibt zwei grundsätzliche Arten, wo Dir Energie flöten geht und zu anderen Menschen fließt: Löcher und Kabel.

Energetische Löcher:

Jemand fühlt sich schlecht. Die Ursache davon sind Blockaden in seiner eigenen Aura, seinem Bewusstsein. Vielleicht hat die Person Angst. Das wäre eine Blockade vom Typ Block oder Röhre. Vielleicht hat sie das Gefühl, anderen Menschen oder den Umständen hilflos ausgeliefert zu sein. Das wäre eine Blockade vom Typ Opferdose. Vielleicht fühlt sich die Person einsam, dann wäre es ein Loch. Es gibt noch weitere Typen und eine beliebige Kombination von Blockade-Typen.
Immer, wenn die Blockaden ins Tages-Bewusstsein hoch kommen, spürt die Person den Energie-Mangel besonders deutlich und die negativen Gefühle entstehen.

Eine typische Verhaltensweise ist dann, jemand anderem sein Leid zu klagen und zu jammern.
Wenn das geschieht macht sich der Jammerer zum Loch und die Energie der anderen Menschen fließt in dieses Loch hinein. Das ist ungefähr so, wie wenn die Badewanne leer ist und von außen Eimer mit warmen Wasser hinein gegossen werden. Das fühlt sich dann gut an. Der Person geht es viel besser.

Dir wird dabei aber die Energie abgesaugt und Du fühlst Dich sukzessive immer schlapper. Irgendwann sind alle so schlapp, dass das Gespräch beendet wird.

Energetische Kabel:

Wenn Du Dir die Probleme der anderen Person intensiv anhörst und Dein Mitleid ausdrückst, dann kann ein energetisches Kabel entstehen, welches permanent Energie von Dir zur anderen Person ableitet. Das Kabel löst sich nach dem Gespräch nicht auf.

Dieses Kabel führt dazu, dass beim nächsten Treffen mit der Person automatisch das Gespräch wieder auf den gleichen Themenkomplex gelenkt wird. Damit läuft nicht nur Energie über das Kabel, sondern auch die Kommunikation ist eingeschränkt.

Wie energetische Kabel entstehen

Kabel können recht schnell entstehen. Sie machen sich immer an Blockaden im Bewusstsein fest und die meisten Menschen haben davon mehr als ihnen lieb ist.

Wenn einer dem anderen einen Vorwurf macht: "Du hast Dich so lange nicht gemeldet". Dann entsteht bei beiden ein Block und diese Blöcke sind über ein Kabel verbunden. Es führt zu der Erwartung, dass der eine den anderen regelmäßig anruft.
Man merkt das auch. Achte auf Deinen Widerwillen, etwas zu tun für andere, die eine Erwartung an Dich haben. Das ist der Widerwillen, demjenigen Deine Energie permanent zufließen zu lassen. Trenne das Kabel und achte darauf, wie es sich dann anfühlt.

Energetische Kabel können auch durch Überlagerung entstehen, also wenn jemand Dich für etwas einspannt. "Ich kann nicht kochen. Kannst Du das Spiegelei nicht für mich braten?" Wenn Du das dann mitmachst, bist Du wenig später der Koch, der Einkäufer, der Sekretär, der Psychologe usw.

Energetische Kabel liegen auch zwischen Menschen und Institutionen, wie Deinem Arbeitgeber, der Versicherung oder dem Sportverein.

Besonders viele und intensive Kabel gibt es in Partnerschaften und generell in der Familie zu Eltern und Geschwistern.

Mitleid oder Mitgefühl?

"Geteiltes Leid ist halbes Leid."
Dieser Spruch passt gut, weil er den Energiefluss widerspiegelt. Indem Du Deine Energie abgibst, fühlt sich der Leidende gleich etwas besser und Du Dich etwas schlechter.

Das ist in einigen Situationen durchaus ok. Und etwas von Deiner Energie abzugeben ist auch nicht wirklich schlimm. Man möchte ja auch nicht herzlos sein. Es bringt den anderen langfristig aber nicht weiter, denn seine Blockaden bleiben ja weiterhin bestehen und das negative Gefühl wird sicherlich bei anderer Gelegenheit wieder hoch kommen. Dann geht es ihm genau so schlecht wie vorher.

Echte Hilfe gibst Du dem Leidenden nur dann, wenn Du ihn oder sie auf seine eigene Kraft zurück wirfst. Du zeigst Mit-GEFÜHL und nimmst den anderen ernst mit seinem Problem. Das geht z.B., wenn Du hinein fragst, ob es wirklich so schlimm ist oder wenn Du mitdenkst und Lösungswege aus der Situation aufzeigst. Wenn daraus eine Erkenntnis entsteht, die der andere annimmt und umsetzt, dann kann sich dadurch die Blockade in seinem Bewusstsein auflösen. Dann entsteht auch später das negative Gefühl nicht mehr. Dann ist er einen echten Schritt weiter. Das ist die wahre Hilfe, also so etwas wie Hilfe zur Selbsthilfe.

Es kann auch eine Gewohnheit sein, etwas zu jammern und darüber Energie einzusammeln, damit man sich besser fühlt. Das ist sehr bequem. Man muss das Problem nicht lösen, sondern verschafft sich auf die Schnelle mal eben ein gutes Gefühl (auf Deine Kosten). In so einem Fall kann es dann durchaus angebracht sein, den anderen aus seinem Sofa zu schubsen, indem Du ihm die kalte Schulter zeigst, ihn auslachst oder abbügelst: "Hör auf zu jammern, sondern mach was.".

Schutz vor den Energie-Vampiren

Die Bewegung von Energie hat immer auch eine Entsprechung im realen Leben. Also wenn jemand Dir ein Kabel legt (Ich kann nicht so gut kochen. Mach Du uns doch was Leckeres...), dann fließt nicht nur Deine Energie zu ihm, sondern Du tust auch was.

Wenn Du merkst, dass der andere Dich nur aussaugen will, also Deine Kraft haben und Dich für ihn einspannen, dann kannst Du Dich schützen, indem Du das Kabel nicht zulässt.

Wenn also z.B. Dein Partner sich darauf zurück zieht, er könne nicht kochen und deswegen sollst Du das machen, dann kannst Du sagen: "Komm. Ich bringe es Dir bei." oder "Lass uns zusammen kochen."

Wenn das Kabel schon liegt, kannst Du es trennen.

Ansonsten brauchst Du Dich nicht zu schützen. Deine Energie fließt ja wieder nach. Du kannst sie ruhig mit jemandem teilen, wenn es Dir in der Situation richtig erscheint. Kabel trennen ist aber anschließend klug, denn dauerhaft Energie abfließen zu lassen, ist nicht ratsam.

Freiheit

Kabel laufen im Zweifel so, dass Du an andere Menschen Energie abgibst aber auch andersherum, wo Du Energie einsammelst. Zusätzlich ist blöd, dass die Kommunikation gerne auf diesen Bahnen verläuft und Gespräche schnell im gleichen Streit enden können. Dicke Kabel führen dazu, dass man sich abhängig fühlt. (Ich trau mich das nur, wenn Du mir hilfst...)

Viel schöner ist die herzliche Resonanz zwischen Menschen. Dann ist jeder vollständig. Jeder behält seine Kraft. Gefühle von Abhängigkeit kommen nicht auf.

Herzliche Grüße,

Michael und Jan