Die Heimtücke der Opferdosen

Eine Opferdose ist eine Art Verkapselung innerhalb des Bewusstseins. Dabei sind Yin und Yang gleichermaßen blockiert. Es kommt zu einer Isolierung. Man kann sich das so vorstellen, als säße man selbst als Küken innerhalb des Eis.

Opferdosen entstehen ähnlich wie Ängste dadurch, dass der Druck von außen größer ist, als die eigene Ausstrahlung bzw. Lebenskraft. Anders gesagt, sie entstehen, wenn unsere Kraft nicht groß genug ist, äußere Umstände nach unserem Willen zu beeinflussen.

Opferdosen sind oft in großen Stückzahlen als Strukturen in der Aura vorhanden. Sie befinden sich im Unterbewusstsein. Dann erleben wir Situationen im Alltag, welche in Resonanz zu der Opferdose stehen und sie werden ins Tagesbewusstsein geholt.

Sprache als Indikator

Man ertappt sich schnell dabei, dass man Floskeln im Alltag benutzt wie: „ich kann nicht“, „ich sollte“, „ich muss“ usw. Hinter jeder dieser Floskeln steht eine Opferdose. Jedes Mal steht das Gefühl dahinter, dass man selbst der Situation oder dem Leben oder anderen Menschen ausgeliefert sei. Es ist ein Gefühl der Ohnmacht.

Fehlende Orientierung

Sitzt man in einer Opferdose, so kann man teilweise keinen inhaltlichen Bezug herstellen, wo diese hergekommen ist. Man kann nur bis zur Grenze der Isolierung denken, nicht darüber hinaus. Das ist anders als bei Ängsten. Hab ich Angst vor dem Fliegen, dann ist das klar.

Eine Opferdose kommt heimlich hoch und dann ist das Gefühl da, dass man gezwungen wird zu irgendwas.

„Ich muss noch den Rasen mähen“, wäre ein Beispiel dafür. Im Zweifel hat einen niemand dazu gezwungen, ein Haus mit Garten zu kaufen. Wahrscheinlich ist Rasenmähen auch kein Trauma aus der Kindheit. Es ist also irgendwas hoch gekommen, das man nicht einsortieren kann. In dieses Gefühl baut man dann aktuelle inhaltliche Aspekte des Lebens ein, also z.B. das, was gerade an Aufgaben ansteht.

Ärger und Gereiztheit

Ein Symptom von Opferdosen ist auch, wenn man sich über jemanden oder etwas ärgert. Entweder die Opferdose ist dann gerade entstanden, oder das Erlebnis war nur der Auslöser dafür, dass eine bestehende Opferdose angeregt wurde und ins Tagesbewusstsein gekommen ist.

Es kommt auch vor, dass man gereizt ist. Egal wer oder was einem dann in die Quere kommt, läuft Gefahr, unseren Unmut abzubekommen. Auch dies ist ein Beispiel für eine Opferdose in Verbindung mit mangelnder Orientierung, denn unseren Unmut könnte quasi jeder abbekommen – vom Nachbarn über unseren Partner bis zu den Kindern.

Heimlichkeit und Tarnung

Das tückische an Opferdosen ist, dass sie heimlich hochkommen. Die Laune verschlechtert sich, ohne, dass man es merkt. Man fühlt sich kraftlos, ein bisschen leer, müde, gereizt, entmutigt, resigniert. Aufgrund der mangelnden Orientierung ist es nicht klar, was inhaltlich der Grund ist, denn man baut ja selbst irgendwas ein.

Krankheiten, welche als Folge von vielen Opferdosen auftreten, sind daher auch sehr schwer zu therapieren. Insbesondere Depression und Burnout sind Erkrankungen, welche primär auf Opferdosen und Ohnmachtsgefühlen gründen.

Opferdosen können per gezielter Meditation aufgelöst werden. Danach ist das Gefühl der Ohnmacht, Gereiztheit oder Ärger weg – wie ausgeschaltet. Es stellt sich dann auch sofort die Orientierung wieder ein. D.h. man erkennt, dass man selbst schlecht drauf war und die Kinder nur ein bisschen zu ausgelassen waren und insgesamt also kein echter Grund für Zoff vorlag.

Wenn man Opferdosen bearbeitet, ist es wichtig, sich einen Mechanismus zurechtzulegen, eine Art Weckruf, der einen selbst darauf aufmerksam macht, dass man gerade in einer Opferdose steckt. Meist treten sie im Rudel auf. D.h. nachdem die eine aufgelöst ist, dauert es nicht lange und die nächste kommt aus dem Unterbewusstsein hoch. Lästig, diese Dinger.

Prinzipiell kann eine einzelne Opferdose einen wieder in die gefühlte Isolation bringen. Die Aufmerksamkeit ist hier das oberste Gebot.

Grenzen des Lebens erweitern

Jeder gestaltet sein Leben im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Mit dem Auflösen energetischer Beschränkungen wird die Grenze dieser Möglichkeiten erweitert. Insbesondere die Lebensqualität steigt. Hat man bisher versucht, Frustration durch Sport, Biertrinken oder Reibung (Streit) abzubauen, so hat man mit mentalen Übungen die Möglichkeit, die Opferdosen komplett und in großer Anzahl aufzulösen.

Fühle mal hinein, wie sich der Unterschied anfühlt: „Ich muss den Rasen noch mähen“ gegenüber „ich will den Rasen noch mähen, weil er mir dann besser gefällt“.

Es kommt auch sofort die Orientierung durch, warum man etwas tut.

Differenzierung von Gefühl und Opferdose

Ist Niedergeschlagenheit ein Gefühl oder eine Opferdose? Beides ist richtig, wobei die Opferdose die Ursache und das Gefühl der Niedergeschlagenheit die Folge ist. Das merkt man deutlich, wenn die Opferdose aufgelöst ist und sich das Gefühl sofort ändert.

Lernpunkte:

Opferdosen sind energetische Beschränkungen in der Aura. Yin & Yang sind gleichermaßen blockiert. Sie entstehen, wenn äußere Kraft größer ist als die eigene Ausstrahlung.

Sie isolieren, und nehmen die Orientierung, so dass man aktuelle Dinge als inhaltlichen Anker in die Opferdose einbaut. Schlechte Laune trifft dann den, der vorbei kommt.

Opferdosen erkennt man an Floskeln wie „ich kann nicht, ich sollte, ich muss“.

Opferdosen kommen heimlich hoch. Es ist wichtig, Merker zu setzen, an denen man sie erkennt.

Die Lebensqualität steigt durch das Auflösen von Opferdosen.

Die Opferdose ist die Ursache. Das Gefühl ist die Folge. Das Gefühl wandelt sich von Opfer zu Gestalter.